Convenience Food ist nicht gleich Convenience Food

  • Sumo

Was sich im ersten Moment wie ein absolutes Lifestyle Produkt anhört, ist schlicht und einfach „bequemes Essen“ und eigentlich das, was wir jeden Tag nutzen. Ein anderer Begriff dafür ist Convenience-Lebensmittel. Es gibt verschiedene Arten von Convenience-Food, die eines gemeinsam haben: Sie sind alle in irgendeiner Weise vom Nahrungsmittelhersteller bereits be- oder gar verarbeitet worden, wodurch die weitere Zubereitung – sei es einfach zuhause oder in der Gastronomie – erleichtert wird.

Jetzt handelt es sich bei Convenience Food aber nicht zwangsläufig um Fertiggerichte. Denn hier gibt es durchaus unterschiede: teilfertiges Convenience Food oder verzehrfertiges. Teilfertig bedeutet dabei lediglich, dass die Lebensmittel entweder vor dem Garen noch weiter verarbeitet werden müssen, wie zum Beispiel Fleisch, das wir zerlegt kaufen, das aber noch nicht mariniert und somit lediglich küchenfertig ist. Oder dass die Lebensmittel fertig vorbereitet, das heißt garfertig sind und nur noch gegart werden. Ein Beispiel dafür währe das marinierte Fleisch, aber auch Tüten-Suppen oder Nudeln sind garfertige Convenience-Lebensmittel.

Bei verzehrfertigem Convenience Food sind wir nun aber dann doch im Bereich der Fertiggerichte angekommen. Hierzu zählen die zubereitungsfertigen Lebensmittel und die verzehrfertigen Lebensmittel. Erstere sind bereits komplett vorbereitet und sogar gegart und müssen lediglich aufgewärmt und gegebenenfalls vermischt werden. Wir sprechen hier von Suppenkonserven, Tiefkühl-Fertiggerichten und Co., aber auch von Kartoffelpüreepulver. Zuletzt gibt es noch die verzehrfertigen Lebensmittel. Dazu zählen Fischkonserven, Backwaren, Joghurt aber auch Speiseeis und viele mehr.

Es dürfte nun klar sein, dass Convenience Food nicht gleich Convenience Food ist. Das Convenience Food gleichbedeutend mit Fertiggericht ist, ist demnach auch ein Irrglaube, der leider relativ weit verbreitet ist. Er kommt vermutlich daher, dass die deutsche Bedeutung „bequemes Essen“ ist. Convenience Food ist äußerst weit verbreitet und wir kommen wohl kaum ohne aus, es sei denn, wir sind zu 100 % Selbstversorger. Und das ist auch eigentlich ganz gut so, denn wir haben nicht immer Zeit und verfügen auch nicht immer über die nötigen Mittel und Fähigkeiten, um unser Brot immer selbst zu backen und das Tier, dessen Fleisch wir am Abend essen möchten, zuvor selbst zu schlachten. Auch wäre es wohl äußerst mühselig, die Nudeln immer selbst zu machen. Es hat zwar ganz bestimmt seinen Reiz, selbst gemachte Nudeln zu essen, aber für jeden Tag ist es wohl doch viel zu zeitaufwendig. Wenn wir bedenken, dass wir uns in einem Zeitalter und vor allem einer Kultur befinden, in der Zeit wohl ein Luxusgut ist und die meisten wohl eher sagen würden, dass sie davon zu wenig haben, dann können wir doch dankbar sein, dass es Convenience-Food gibt.

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